Pressemitteilungen

Nr. 02 | 18. Januar 2018 | von Doy/Koh

Modularer Genverstärker fördert Leukämien und steuert Wirksamkeit von Chemotherapie

© Bahr/DKFZ

Im Knochenmark entstehen täglich Milliarden neuer Blutzellen. Dabei spielt die Aktivität des als Krebsauslöser bekannten Myc-Gens eine wichtige Rolle. Wie hoch diese ist, bestimmt ein weit entfernter Erbgutabschnitt, der eine außergewöhnliche Dichte an genetischen Verstärkerelementen trägt. In bestimmten Blutkrebszellen ist er verändert oder vervielfältigt und beschleunigt dadurch das Krebswachstum und beeinflusst das Ansprechen gegenüber Chemotherapie. Das Verstärker-Konglomerat könnte sich als neues Angriffsziel zur Behandlung von Blutkrebs eignen. Das berichten Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Heidelberg Stammzellinstitut HI-STEM in Kooperation mit dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) und mit kanadischen Kollegen in der Zeitschrift Nature.

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Nr. 01c3 | 15. Januar 2018

Neues Forschungsprojekt zu altersbedingten Erkrankungen

© Karen Beate Nøsterud - norden.org, Wikipedia

Das Deutsche Krebsforschungszentrum und das Helmholtz Zentrum München koordinieren in den kommenden drei Jahren das Projekt „Aging and Metabolic Programming", kurz AMPro. An dem von der Helmholtz-Gemeinschaft finanzierten Vorhaben wirken alle Zentren des Forschungsbereichs Gesundheit mit, um innovative Präventions- und Therapiemöglichkeiten gegen altersbedingte Erkrankungen zu erforschen. Von den insgesamt sechs Millionen Euro Fördergeld verbleiben rund 1,5 Millionen am DKFZ.

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Nr. 01c2 | 10. Januar 2018 | von Koh

Gendefekt macht bösartige Muskeltumoren angreifbar

Leiomyosarkome entstehen aus der glatten Muskulatur
© Polarlys / Wikipedia

Unter der Federführung von Wissenschaftlern aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg konnte ein Forscherteam erstmals das Erbgut bösartiger Tumoren der glatten Muskulatur umfassend analysieren. Bei einem hohen Prozentsatz der Tumoren entdeckten sie eine genetische Schwachstelle der Krebszellen: Hier könnten in Zukunft zielgerichtete Therapien ansetzen.

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Nr. 01c | 09. Januar 2018 | von Stö/JW

Kommunikative Peroxidasen

Ein computergeneriertes Modell zeigt die Struktur einer zellulären Peroxida...
© Emw/Wikimedia Commons

Als reaktive Sauerstoffspezies bezeichnet man oxidierende Moleküle, die unter anderem bei der Zellatmung und bei Entzündungen entstehen. Sie können Zellbestandteile und das Erbgut schädigen. Auf der anderen Seite dienen die oxidierenden Moleküle, insbesondere die sogenannten Peroxide, auch der zellulären Signalübertragung. Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum zeigten nun, dass antioxidative Enzyme eine kommunikative Seite haben: Sie bauen Peroxide nicht einfach nur ab, sondern übertragen deren oxidative Wirkung kontrolliert auf andere Proteine und leiten damit zelluläre Signale weiter.

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Nr. 01 | 03. Januar 2018 | von JW / FB

Altern und Krebs - die neue Ausgabe des einblick ist erschienen

© DKFZ

Jeder Mensch altert. Die Leistungsfähigkeit lässt nach und der Körper wird anfälliger für Krankheiten. Doch wovon hängt es ab, wie fit man mit 70 noch ist? Und warum steigt im Laufe des Lebens das Risiko, an Krebs zu erkranken? Die aktuelle Ausgabe des einblick widmet sich dem Altern. Im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) untersuchen Wissenschaftler, wie sich alternde Zellen verändern, sie suchen nach Faktoren, die das biologische Alter beeinflussen, und stellen sich auch die Frage, wie eine Krebstherapie älteren Patienten und ihren speziellen Bedürfnissen gerecht werden kann.

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Nr. 66 | 21. Dezember 2017 | von Mat

Molekulare Super-Verstärker: Ein neuer Schlüssel zur zielgerichteten Therapie bei kindlichen Hirntumoren

Neben der Magnetresonanztomografie (MRT, siehe Foto) spielen molekulargenet...
© Fotolia/Sudok1

Ependymome sind eine heterogene Gruppe von Krebserkrankungen, die in jedem Lebensalter auftreten können und zu den häufigsten Hirntumoren bei Kindern zählen. Die genetischen Ursachen für ihre Entstehung sind weitgehend unbekannt und zielgerichtete Behandlungen gibt es bisher nicht. Wissenschaftler vom „Hopp-Kindertumorzentrum am NCT Heidelberg" (KiTZ) haben zusammen mit Kollegen aus den USA und Kanada nun einen molekularen Ansatz entwickelt, der ganz neue Behandlungsperspektiven eröffnet.
Das Hopp-Kindertumorzentrum am NCT Heidelberg (KiTZ) ist eine gemeinsame Einrichtung des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ).

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Nr. 65c2 | 20. Dezember 2017

Mutationen beeinflussen das Therapieansprechen bei Blutkrebs

Zellen der Chronisch lymphatischen Leukämie (CLL)
© Wikimedia Commons, Erhabor Osaro

Nicht alle Patienten sprechen auf medikamentöse Krebstherapien gleichermaßen gut an. Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), European Molecular Biology Laboratory (EMBL),  Universitätsklinikum Heidelberg und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) haben nun zusammen mit internationalen Kollegen in einer großen Studie untersucht, welche Mechanismen dem Therapieansprechen zu Grunde liegen. Dabei fanden sie heraus, dass Mutationen viel häufiger Einfluss auf die Medikamentenwirkung haben als bisher angenommen.

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Nr. 65a | 20. Dezember 2017 | von Koh

Preisregen im DKFZ

v.l.n.r.: Christoph Geisenberger (Andreas Zimprich-Preis); Elham Pishali (R...
© Uwe Anspach/DKFZ

Am Dienstag, 19.12.2017, durften sich sechs junge Krebsforscherinnen und Krebsforscher über wissenschaftliche Auszeichnungen freuen: Der Waltraud-Lewenz-Preis, der Walther und Christine Richtzenhain-Preis, der Andreas Zimprich-Preis und der Nicola Werner-Nachwuchspreis wurden über das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) bei einer Festveranstaltung vergeben. Die Bayer-Stiftung schloss sich an und verlieh gleichzeitig den Bayer Early Excellence in Science Award.

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Nr. 65c | 19. Dezember 2017 | von JW

Häufigkeit von Erbgutmarkierungen charakterisiert seltenen Blutkrebs

Bei JMML-Patienten enthält das periphere Blut viel zu viele unreife myelois...
© Universitätsklinikum Freiburg

Nicht nur Genveränderungen, sondern auch manche DNA-Markierungen tragen zur Krebsentstehung bei. Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum haben herausgefunden, dass eine Form der Leukämie besonders schwierig zu behandeln ist, wenn in den Krebszellen eine bestimmte Art von DNA-Markierungen sehr häufig auftritt. In diesem Fall erleiden Patienten nach der Behandlung häufiger einen Rückfall und die Erkrankung nimmt einen ungünstigeren Verlauf. Durch die Analyse der DNA-Markierungen können Therapien in Zukunft möglicherweise besser an die individuelle Situation angepasst werden.

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Nr. 65 | 11. Dezember 2017 | von Doy

Auf direktem Weg von A nach C

© Fotolia

Für die Orientierung im Raum nutzen wir spezielle Nervenzellen. Ortszellen feuern immer dann, wenn wir uns an einem bestimmten Ort aufhalten. Gitterzellen hingegen vermessen Distanzen und sind wichtig für die „Weg-Integration". So zumindest die Theorie. Jetzt liefern Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum und vom Universitätsklinikum Heidelberg erstmals den experimentellen Beweis für diese These. Sie untersuchten dafür Mäuse mit defekten Gitterzellen. Je mehr Gitterzellen beschädigt waren, desto schwerer fiel es den Nagern, sich im Raum zu orientieren.

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