Projektgruppe 7 Tesla: Physiologische MR-Bildgebung mit X-Kernen
Leiter: Dr. A. Nagel
Hintergrund
Dr. Armin Nagel
Medizinische Physik in der Radiologie
Projektgruppe 7 Tesla: Physiologische MR-Bildgebung mit X-Kernen
Tel: +49 6221 42 3066
Fax: +49 6221 42 3058
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Neben der konventionellen Magnetresonanztomographie (MRT), bei der die Magnetisierung von 1H-Kernen gemessen wird, können auch andere Atomkerne mit Spin > 0 zur Detektion genutzt werden. In unserer Projektgruppe werden Methoden entwickelt, um in-vivo-Bilder der Natrium (23Na)- oder Sauerstoff (17O) -Verteilung zu erzeugen. Diese Kerne sind für die medizinische Forschung interessant, weil sie in vielen physiologischen Prozessen eine wichtige Rolle einnehmen. So ist die 23Na-Konzentration stark mit dem physiologischen Zustand der Zelle verbunden, und die 17O-MRT kann genutzt werden, um den zellulären Sauerstoffumsatz nichtinvasiv zu untersuchen. Die Anforderungen für die X-Kern-MRT sind eng mit den atomaren Eigenschaften verknüpft; so weisen z.B. viele Kerne einen Spin > 1/2 auf und besitzen sehr kurze Relaxationszeiten. Zudem ist die in-vivo-Konzentration der X-Kerne um mehrere Größenordnungen geringer als die 1H-Konzentration. Die physikalischen Eigenschaften der Quadrupolkerne 23Na und 17O lassen sich andererseits ausnutzen, um spezielle Bildkontraste (z.B. Triple-Quanten-gefilterte Bildgebung) zu erzeugen. Ziel der Projektgruppe ist es, innovative Bildgebungstechniken für die X-Kern-MRT unter der Berücksichtigung der oben genannten Kriterien zu entwickeln. Außerdem werden Modelle entwickelt, die in Kombination mit optimierten Bildgebungstechniken zelluläre Prozesse – wie die Zellatmung und die Funktionsweise der Natrium-Kalium-Pumpe – beschreiben können.
Schwerpunkte
