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Projektgruppe Perfusionsbestimmung mittels Magnetresonanztomographie

Leiter: Dr. G. Bauman

Hintergrund

Kontakt

Dr. rer. nat. Grzegorz Bauman
Medizinische Physik in der Radiologie
Perfusionsbestimmung mittels MRT

Tel: 49-(0)6221-42-2536
Fax: 49-(0)6221-42-2531
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Die Perfusionsbestimmung mittels Magnetresonanztomographie (MRT) ist eine nützliche Bildgebungsmethode sowohl zur quantitativen als auch qualitativen Beurteilung des regionalen Blutflusses auf mikroskopischer Ebene. Da sich viele Erkrankungen durch Veränderungen an  regionalem Blutfluss charakterisieren, wird die Perfusionsbestimmung für die Untersuchung der vaskulären und tumorösen Pathologien bevorzugt.

Bisher wurden zwei unterschiedliche Methoden zur Perfusionsbestimmung in der MRT verwendet: Die erste Methode wird dynamische kontrastmittel-unterstützte MRT oder Bolus-Tracking genannt und beruht auf der Visualisierung des Durchfluss eines MR-Kontrastmittelbolus durch die kapilläre Strombahn eines Organs. Hierzu werden mit möglichst hoher zeitlicher Auflösung dynamische T1-gewichtete Bilder während der ersten Durchgangs eines intravenös injizierten Kontrastmittelbolus durch das zu untersuchende Organ akquiriert. Die Bestimmung verschiedener hämodynamischer Parameter mit dieser Methode ist mit einem tiefgehenden Verständnis der Physiologie verbunden.

Alternativ dazu kann die Organperfusion mittels MRT auch ohne Verwendung eines exogenen Kontrastmittels bestimmt werden. In diesem Fall wird die Messmethode kontrastmittelfreie Perfusionsbestimmung mittels MRT genannt, wie z. B. Bildgebung des frischen Blutes(FBI - fresh blood imaging), arterielle Spinmarkierung (ASL - arterial spin labeling) oder die Bestimmung der Lungenperfusion und –ventilation mittels MRT unter Anwendung der Fourier-Zerlegung (FD - Fourier decomposition).

Das Ziel dieser Projektgruppe ist die Entwicklung klinisch anwendbarer Messmethoden zur Perfusionsbestimmung aller Körperorgane und Tumorarten. Hierbei ist die Bestimmung der Lungenperfusion von besonderem Interesse. Die Projekte werden in einer engen Kollaboration mit den Ärzten der Abteilung Radiologie des DKFZ (E010) durchgeführt.

Schwerpunkte

  • Funktionelle Lungenbildgebung
  • Quantitative Perfusionsbestimmung mittels kontrastmittelverstärkten MRT
  • Nichtkontrastmittelverstkärkte Lungenperfusions- und ventilations MRT
  • Schnelle Bildakquisitionsmethoden
  • Bildrekonstruktionstechniken


Darstellung der Lungenmorphologie (a) und Perfusion (b,c) eines Patienten mit Bronchialkarzinom im rechten Oberlappen (weißer Pfleil). Die unter Anwendung der kontrastmittelverstärtken MRT erstellte Farbkarte (b) wurde einem anatomischen MRT-Bild überlagert . In (c) ist die farbkodierte Bluteinflusszeitkarte desselben Patienten zu sehen. Die weißen Pfeile kennzeichen Perfusionsdefekte und Bereiche mit verzögertem Bluteinfluß.
Letzte Aktualisierung: 03.05.2012 Seitenanfang