1. Hauptnavigation
  2. Navigation des Hauptbereiches
  3. Inhalt der Seite

Forschungsprojekte der Abteilung Medizinische und Biologische Informatik

Leber-OP-Planung
Bild vom OP mit DKFZ-Software
Vergrößerte Ansicht Die präoperativ erstellte Operationsplanung steht dem Chirurgen auch intraoperativ zur Verfügung. Über einen Monitor können während der Operation angepasste Ansichten der individuellen Anatomie dargestellt werden. | © dkfz.de

Im Bereich starrer anatomischer Strukturen in der Orthopädie und auch Neurochirurgie sind computergestützte Systeme inzwischen fester Bestandteil der präoperativen Planung und des intraoperativen Einsatzes geworden. In der Viszeralchirurgie haben sich computergestützte Operationsplanungssysteme bislang kaum in der klinischen Routine durchsetzen können, da zwischen Patienten enorme anatomische Abweichungen vorhanden sind und sich bei der Bildgebung und -analyse besondere technische Herausforderungen ergeben.

In diesem Projekt werden Methoden entwickelt, um die in zweidimensionalen radiologischen Schnittbildern enthaltene Information geeignet aufzubereiten und dreidimensional zu präsentieren. Den Radiologen und Chirurgen werden darüber hinaus wichtige quantitative Maßzahlen wie z.B. Organ- und Tumorvolumina zur Verfügung gestellt, die in der klinischen Routine kaum zur Verfügung stehen. Im Fokus steht dabei die Planung von Leber-Tumorresektionen, Leber-Lebendspenden sowie von Pankreastumorresektionen.

3D-Leber
Vergrößerte Ansicht Dreidimensionale Rekonstruktion einer individuellen Leber. Dargestellt sind die portalvenöse Blutversorgung (hellblau), Lebervenen(dunkelblau), Arterien (rot), Gallenblase (grün) sowie drei Tumore (rot) mit Sicherheitsabstand (gelb). | © dkfz.de

Die präoperativ erstellten Planungen umfassen die Darstellung der Tumorlokalisation im Kontext der umgebenden Gefäßsysteme. Bilddaten von unterschiedlichen Untersuchungstechniken oder Zeitpunkten können fusioniert werden, wodurch eine kombinierte Darstellung von Venen, Arterien und Gallengängen ermöglicht wird. Auf Basis der Lage der Tumore in Relation zu den Gefäßen werden Resektionsvorschläge berechnet, welche Versorgungs- bzw. Drainagegebiete der zu schneidenden Gefäße approximieren. Die resultierenden Restorganvolumina sind ein wichtiger Indikator für die Operabilität des Patienten.

Für den Chirurgen bergen die neuen Verfahren viele Vorteile in sich. Vor allem wird die Planung der Operation durch die neuen Informationen verbessert, sowie die eigentliche Durchführung erleichtert. Für den Patienten bedeutet dies letzten Endes mit großer Wahrscheinlichkeit eine sicherere Operation.

Letzte Aktualisierung: 31.08.2010 Seitenanfang