Langzeiterfolge der KARdiOLogischen Anschlussheilbehandlung

Krankheiten des Herz- Kreislaufsystems stellen in Deutschland die wichtigste Todesursache dar. Insbesondere die chronische Ischämische Herzkrankheit und der akute Myokardinfarkt sind für einen bedeutenden Teil aller Todesfälle verantwortlich. Auch durch den demographischen Wandel bedingt ist in den nächsten Jahren eine dramatische Zunahme der Gesamtzahl der Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen zu erwarten. Dadurch kommt der Sekundärprävention von Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen eine enorme medizinische und sozialpolitische Bedeutung zu.

Die prospektive Kohortenstudie KAROLA untersucht, welche prognostische Bedeutung kurzfristig gemessene Erfolge stationärer Reha-Maßnahmen (wie z.B. Raucherentwöhnung, Reduktion des Übergewichtes, Steigerung der körperlichen Aktivität) für den Langzeiterfolg haben.

Im Rahmen der KAROLA-Studie wurden 1206 Patienten im Alter zwischen 30 und 70 Jahren (84% Männer, 16% Frauen) rekrutiert, die aufgrund einer koronaren Herzkrankheit zwischen Januar 1999 und Mai 2000 in der Klinik Schwabenland, Isny oder in der Klinik am Südpark, Bad Nauheim eine stationäre Rehabilitation im Sinne einer Anschlussheilbehandlung durchliefen.
Nach der Basiserhebung wurden bereits acht Folgeerhebungen durchgefürht (1, 3, 4.5, 6, 8, 10, 13 und 15 Jahre nach Entlassung). Diese beinhalteten eine erneute schriftliche Befragung und eine standardisierte Nachuntersuchung teilweise mit Blutabnahme beim Hausarzt.   

Ab dem Jahr 2009 (10 Jahre nach der Ersterhebung) bis Mitte 2011 wurde eine neue KAROLA-Kohorte mit 1149 Patienten rekrutiert. Aktuell werden die Nachbeobachtungen sowohl der ersten Kohorte nach 17 Jahren als auch der zweiten Kohorte nach 7 Jahren nach Ende der Rehabilitation durchgeführt.

Ziel der KAROLA-Studie ist es, die gesundheitliche Lage nach einer koronaren Herzerkrankung zu beschreiben und die Bedeutung verschiedener Faktoren für die weitere Prognose zu untersuchen, um damit letztendlich zu einer optimalen Versorgung dieser Patientengruppe beizutragen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die positiven Entwicklungen von Herz-Kreislauf- Risikofaktoren, die während der stationären Reha erreicht wurden, teilweise auch noch längerfristig beibehalten werden.

Studienzentren:
Ab Juni 2015 Heidelberg (Transfer aus Bad Nauheim): Frau Idrissi Tel. 06221/421319

Isny: Frau Krug Tel. 07562/711343

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