Langzeit-Lebensqualität nach Brust-, Kolorektal- und Prostatakrebs.
Etwa jeder dritte Europäer erkrankt in seinem Leben an Krebs. In Deutschland erkranken jährlich 230.500 Männer und 206.000 Frauen an Krebs. Erfreulicherweise haben sich während der letzten Jahrzehnte die Langzeitüberlebensraten bei den meisten Krebserkrankungen deutlich verbessert. Basierend auf den aktuellsten verfügbaren Prävalenzdaten leben in Deutschland ca. 3 Millionen Männer und Frauen mit einer Krebsdiagnose. Hierbei stellen Brust- (34%), Darm- (15%) und Prostatakrebs (15%) die häufigsten Krebsarten dar.
Angesichts dieser erfreulichen Entwicklung bei den Langzeitüberlebensraten gewinnen Aspekte der Lebensqualität, der aktuellen Lebenssituation sowie die Frage nach möglichen Spätfolgen zunehmend an Bedeutung. Im internationalen Sprachgebrauch hat sich hierfür auch der Begriff „Cancer Survivorship“ etabliert, der sich am besten mit „Leben mit Krebs – Leben nach Krebs“ übersetzen lässt.
Ziele der Studie:
Um das Wissen hinsichtlich der Langzeit-Lebensqualität von Krebspatienten zu erweitern, führt das Deutsche Krebsforschungszentrum in Kooperation mit ausgewählten Krebsregistern der Länder die CAESAR-Studie durch. Die Abkürzung „CAESAR“ steht für „Cancer Survivorship – a multi-regional population-based study“. Die Studie wird durch die Deutsche Krebshilfe gefördert und soll dazu beitragen:
1) die langfristigen Folgen einer Krebserkrankung und ihrer Behandlung besser zu verstehen,
2) Ansätze zur Prävention langfristiger gesundheitlicher Einschränkungen zu entwickeln und
3) die Versorgung und Gesundheit von Langzeitüberlebenden zu verbessern.
Studiendesign und Ablauf:
Die Studie wird ab Juli 2009 bevölkerungsbezogen in sechs Bundesländern (Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Bremen und Saarland) durchgeführt.
An der Studie werden ca. 6000 Personen mit einer mindestens 5 Jahre zurückliegenden Diagnose von Brust-, Darm- oder Prostatakrebs teilnehmen.
Den Studienteilnehmern wird von den regionalen Studienzentren der beteiligten Bundesländer ein Fragebogen zugesendet, welchen diese dann zu Hause ausfüllen und an das Studienzentrum zurücksenden.
Mit dem Fragebogen sollen neben der Lebensqualität auch der aktuelle Gesundheitsstatus sowie negative und auch positive Effekte einer Krebserkrankung erfasst werden.
Projektleitung und Studienkoordination:
Projektleitung:
PD Dr. med. Volker Arndt,
Prof. Dr. med. Hermann Brenner
Deutsches Krebsforschungszentrum
Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung
Im Neuenheimer Feld 581
69120 Heidelberg
Studienkoordination:
Dipl.-Psych. Lena Koch
Deutsches Krebsforschungszentrum
Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung
Im Neuenheimer Feld 581
69120 Heidelberg
Kontakt:
Sie interessieren sich für die CAESAR-Studie oder haben Fragen?
Dann wenden Sie sich bitte an unser zentrales Studienzentrum in Heidelberg:
Dipl.-Psych. Lena Koch
Studienkoordination CAESAR-Studie
Deutsches Krebsforschungszentrum
Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung
Im Neuenheimer Feld 581
69120 Heidelberg
Tel. 06221-421358
Email: l.koch@dkfz.de