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DKFZ und Bayer Schering Pharma: Partnerschaft in angewandter Forschung und früher Medikamentenentwicklung


Prof. Otmar Wiestler, Wissenschaftlicher Stiftungsvorstand und Vorstandsvorsitzender des DKFZ (links), und Dr. Wolfgang Plischke, Mitglied des Vorstands der Bayer AG, zuständig für Innovation, Technologie und Umwelt, bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung | © dkfz.de

Im Jahr 2008 sind das Deutsche Krebsforschungszentrum und Bayer Schering Pharma (BSP) eine strategische Allianz eingegangen, die sich auf die Identifizierung und frühe Entwicklung neuer Therapieansätze für Krebserkrankungen konzentriert. Ziel dieser Kooperation ist es, neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Krebsforschung möglichst rasch in die Entwicklung neuer Medikamente oder Therapien zu überführen. Um dies zu erreichen, werden gezielt solche Projekte unterstützt, die sich am Übergang von der Grundlagenforschung zur Medikamentenentwicklung oder therapeutischen Anwendung befinden. Gemeinsame Projekte werden von beiden Partnern zu gleichen Teilen finanziert, etwa eine Million Euro stellt jeder Partner hierfür jährlich zur Verfügung. Finanzrahmen, Vertraulichkeitsfragen, der Umgang mit Erfinderrechten und die kommerzielle Verwertung von gemeinsamen Forschungsergebnissen sind in einem detaillierten Rahmenvertrag geregelt. Sie müssen nicht für jedes Projekt neu verhandelt werden, so dass sich die Wissenschaftler voll auf ihre Forschungsarbeit konzentrieren können. Darüberhinaus sind auch Auftragsforschungsprojekte im Rahmen der Allianz möglich, welche vom Pharmapartner komplett finanziert werden.

Um anwendungsnahe gemeinsame Projekte zu identifizieren, unterstützt die Allianz auch den Gedankenaustausch und persönlichen Kontakt unter Wissenschaftlern der beiden Allianzpartner. Gegenseitige Besuche oder die gemeinsame Ausrichtung wissenschaftlicher Konferenzen sind Beispiele für diesen Austausch. Ist ein gemeinsames Projekt erst einmal angelaufen, ist die Zusammenarbeit in Form von Projektbesprechungen und der gemeinsamen Abarbeitung des Forschungsplans intensiv. Abhängig von den jeweiligen Arbeitspaketen, kann auch ein Forschungsaufenthalt bei BSP in Berlin oder Wuppertal mit der Projektarbeit verbunden sein.

Die Allianz wird über zwei gemeinsame Komitees organisiert, die jeweils paritätisch mit DKFZ- und BSP-Vertretern besetzt sind. Diese beiden Gremien entscheiden über die Auswahl, die finanzielle Ausstattung und die Dauer der Projekte. Da alle Entscheidungen gemeinsam getroffen werden, ist sichergestellt, dass nur solche Projekte realisiert werden, die sowohl wissenschaftliche Fragestellungen enthalten, als auch parmazeutisches Entwicklungspotenzial in sich tragen, und die damit von beiderseitigem Interesse sind.

Kontakt: Dr. Ruth Wellenreuther (Tel.: 06221 42 2650, r.wellenreuther@dkfz.de).

Letzte Aktualisierung: 21.12.2010 Seitenanfang