Baden-Württemberg Stiftung Nachwuchsgruppe Zelluläre Seneszenz
Dr. Thomas G. Hofmann

Zelluläre Seneszenz ist ein genetisch festgelegtes Programm, welches in nahezu allen Körperzellen (ausgenommen Keimbahn- und Stammzellen) nach Ablauf einer begrenzten Zellteilungkapazität oder nach irreparablen Erbgutschäden aktiviert wird und weitere Zellteilungen verhindert. Krebszellen setzen dieses Programm außer Kraft und erlangen so eine unbegrenzte Teilungsfähigkeit.
Der molekulare Mechanismus der zellulären Seneszenz läuft weitgehend über die gleichen, konservierten Signalübertragungswege, die nach Schädigung der Erbsubstanz (DNS) aktiviert werden und deren Reparatur kontrollieren. Die Aufklärung dieser Signalwege sowie die Identifizierung der beteiligten Signalübertragungskomponenten stellt ein vorrangiges Ziel unserer Arbeit dar. Dabei beschäftigen wir uns vorwiegend mit Eiweißen, die in speziellen Zellkerndomänen (PML-Kerndomänen) zu finden sind.
Das Verständnis der molekularen Zusammenhänge soll uns grundlegende Einblicke in den Ablauf der DNA-Schadensantwort, der zellulären Seneszenz und des programmierten Zelltodes (Apoptose) ermöglichen, und Ansatzpunkte zur Modulation der Zellalterung sowie mögliche molekulare Zielstrukturen für die Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen liefern.
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Ausgewählte Publikationen
Crone J., Glas C., Schultheiss K., Moehlenbrink J., Krieghoff-Henning E., Hofmann T.G. (2011). Zyxin is a critcal regulator of the apoptotic HIPK2-p53 signaling axis. Cancer Res. 71:2350-9.
Winter M., Sombroek D., Dauth I., Moehlenbrink J., Scheuermann K., Crone J. and T.G. Hofmann (2008). Control of tumor suppressor HIPK2 stability by ubiquitin ligase Siah-1 and checkpoint kinases ATM and ATR. Nature Cell Biology 10: 812-24.
Milovic-Holm K., Krieghoff E., Jensen K., Will H. and T.G. Hofmann (2007). FLASH links the CD95 signaling pathway to the cell nucleus and nuclear bodies. EMBO J. 26:391-401.
Hofmann T.G., Möller A., Sirma H., Zentgraf H.W., Dröge W., Will H. and M.L.Schmitz (2002) Regulation of p53 activity by its interaction with Homeodomain-interacting protein kinase 2. Nature Cell Biology 4:1-10.